Husemannplatz: Stadt sieht Baufortschritte – beim weiter deutlich verspäteten Projekt
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Husemannplatz: Stadt sieht Baufortschritte – beim weiter deutlich verspäteten Projekt

Zusammenfassung

Stadt Bochum sieht beim Husemannplatz inzwischen deutliche Baufortschritte – nichtsdestotrotz hängt der Bau deutlich hinterher.

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Auf dem Husemannplatz gehen die Bauarbeiten weiter voran. Die Stadt Bochum meldet neue Bäume, Fortschritte an der GreenCloud, weitere Pflasterarbeiten und zusätzliche Fahrradständer am Radkreuz. Das ist positiv. Gleichzeitig bleibt aber festzuhalten: Der ursprüngliche Zeitplan für den Umbau ist längst nicht mehr zu halten.

Neugestaltung Husemannplatz (März 2026)Quelle: Dennis Yenmez/Stadt Bochum | All Rights Reserved
Neugestaltung Husemannplatz (März 2026)

Nach Angaben der Stadt wurden im Bereich der Deutschen Bank vier weitere Bäume gepflanzt. Sie sollen den Husemannplatz grüner machen und den Platz bei Hitze abkühlen.
Außerdem werden derzeit Glasbauelemente in die GreenCloud eingesetzt, so dass voraussichtlich Mitte März der Innenausbau starten kann.

Auch bei den Pflasterarbeiten gibt es Fortschritte. Im Bereich der GreenCloud und in der Viktoriastraße seien diese laut Stadt zwei Wochen früher gestartet als geplant. Ein offener Teilbereich an der GreenCloud wurde bereits zugepflastert. Zudem laufen die Pflasterarbeiten in der Viktoriastraße zwischen Junggesellenstraße und GreenCloud weiter. Bis zur Freisitzsaison will die Stadt die Arbeiten rund um den Eingang des HusemannKarrees abgeschlossen haben.

Für Mai und Juni ist nach Angaben der Stadt das Treppenhaus an der Viktoriastraße vorgesehen. Außerdem wurden weitere Fahrradständer im Bereich der Viktoriastraße und der Deutschen Bank aufgestellt.

Herbst 2026 statt Sommer 2025

So erfreulich einzelne Baufortschritte sind: Der Blick auf den Gesamtzeitplan fällt deutlich kritischer aus. Als der Umbau des Husemannplatzes im Februar 2023 startete, war noch von einer Fertigstellung im Sommer 2025 die Rede. So berichtete damals Radio Bochum über den Start der Umgestaltung.

Davon ist inzwischen keine Rede mehr. Die Stadt Bochum schreibt nun, sie sei mit der bauausführenden Firma und allen anderen Baubeteiligten bemüht, alle Arbeiten im Herbst 2026 komplett abgeschlossen zu haben. Damit verschiebt sich die vollständige Fertigstellung gegenüber dem ursprünglich genannten Termin um mehr als ein Jahr.

Dass es bei einem so zentralen Innenstadtprojekt zu Verzögerungen kommen kann, ist nicht ungewöhnlich. Beim Husemannplatz geht es aber nicht nur um ein paar Wochen. Die Bauzeit zieht sich erheblich länger hin als ursprünglich kommuniziert. Für die Innenstadt bedeutet das weiter Baustellen, Einschränkungen und Provisorien an einer Stelle, die eigentlich ein attraktiver Aufenthaltsort werden soll.

Kritik an Kosten, Radverkehr und Aufenthaltsqualität

Die Kritik an dem Projekt wächst jedoch, denn bei gestiegenen Kosten, längeren Verzögerungen und den Einschränkungen für den Radverkehr, stellt sich die Frage, ob der Husemannplatz am Ende auch wirklich genug Aufenthaltsqualität bieten wird.

Nicht jede Zuspitzung dieser Kritik muss man übernehmen. Wenn beispielsweise fehlende Sitzgelegenheiten moniert werden, obwohl der Platz noch nicht fertiggstellt ist, dann ist die Kritik zu relativieren. Dass auch nicht viel Grün auf dem Platz, der in Wirklichkeit quasi der Deckel einer Tiefgarage ist, kommen wird, ist schon in der Planung bekannt gewesen und den eben genannten baulichen Besonderheiten geschuldet.

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