Auf einem ehemaligen Betriebshofgelände der Stadt Bochum neben dem Wattenscheider Stadtgarten entsteht ein neuer „Tiny Forest“. Schülerinnen und Schüler des Märkischen Gymnasiums und der Gertrudisgrundschule sowie Bürgerinnen und Bürger pflanzten am 13. und 14. März die ersten der insgesamt 5.000 Setzlinge.
Quelle: Dennis Yenmez/Stadt BochumDie Idee für das Projekt stammt von der Bürgerinitiative „Tiny Forest Friends“, die sich bereits 2021 für die Begrünung der zuvor versiegelten Fläche eingesetzt hatte. Der kleine Wald soll künftig unter anderem als Temperatur- und Lärmpuffer wirken, die Luft verbessern, Wasser im Boden halten und Lebensraum für Insekten und Vögel bieten.
Auch Oberbürgermeister Jörg Lukat beteiligte sich an der Pflanzaktion. Oberbürgermeister Jörg Lukat:
„Dass wir den ‚Tiny Forest‘ nach einem Bürgerantrag nun gemeinsam mit der Öffentlichkeit pflanzen können, zeigt, wie viel Kraft in bürgerschaftlichem Engagement steckt. Der ‚Tiny Forest‘ wird nicht nur ein Stück Natur in den Stadtteil bringen, sondern auch Menschen zusammenbringen“
Die Initiative hatte seinerzeit auch auf weitere positive Effekte hingewiesen:
„Zudem wird die Wasserhaltekapazität des Bodens verbessert und eine kleine leistungsstarke CO2-Senke gebildet. Die hohe Diversität an Baumarten kann eine Vielfalt an Insekten- und Vogelarten anlocken. Ein gestärktes Gemeinschaftsgefühl ist ein willkommener Nebeneffekt für die Menschen: Pflanzaktionen in Gruppen fördern die Wertschätzung für die Natur sowie die kollektiv geleistete Arbeit und bilden ein nachhaltiges Umweltbewusstsein.“
Quelle: Dennis Yenmez/Stadt Bochum | All Rights ReservedGepflanzt werden verschiedene Baum- und Straucharten, darunter Esskastanien, Hainbuchen, Apfelbäume, Haselnuss, Kornelkirsche und Weißdorn. Die Hochschule Bochum begleitet das Projekt wissenschaftlich und untersucht auf einer Testfläche die Wirkung von Pflanzenkohle auf die Vegetation. Die restliche Gestaltung der Fläche übernimmt anschließend eine Fachfirma für Garten- und Landschaftsbau.
Die Herstellungskosten für den Tiny Forest liegen bei rund einer Million Euro. Das Konzept stammt ursprünglich aus Japan: Auf kleiner Fläche werden viele Bäume und Sträucher dicht gepflanzt, damit sich schneller ein waldähnliches Ökosystem entwickelt.






