Warnstreik im kommunalen Nahverkehr am 2. Februar 2026 – auch in Bochum
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Warnstreik im kommunalen Nahverkehr am 2. Februar 2026 – auch in Bochum

Zusammenfassung

Bundesweiter Streiktag im Nahverkehr: ver.di ruft Beschäftigte von BOGESTRA, HCR und Vestischer zum ganztägigen Warnstreik auf.

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Im Rahmen eines bundesweiten Streiktags ruft die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten der drei Nahverkehrsunternehmen BOGESTRA (primär: Bochum und Gelsenkirchen), HCR (vor allem Herne und Castrop-Rauxel) und Vestischer (vor allem Kreis Recklinghausen) im Bezirk Mittleres Ruhrgebiet am Montag, 2. Februar 2026, zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Der Ausstand beginnt mit der Frühschicht und endet in der Nacht zum Dienstag. In dieser Zeit ist mit einem weitgehenden Ausfall von Bussen und Bahnen zu rechnen. Regional- und S-Bahnen sind nicht betroffen.

Infotafel der Bogestra: Heute keine Fahrten auf den Linien der Bogestra (wegen des Streiks)Quelle: Jens Matheuszik | All Rights Reserved
Infotafel der Bogestra: Heute keine Fahrten auf den Linien der Bogestra (wegen des Streiks)

Özcan Günay, Betriebsratsvorsitzender der HCR:

„Ein guter ÖPNV funktioniert nur mit Beschäftigten, die ihrer Arbeit gesund und gerne nachkommen. Die zunehmende Belastung im Alltag macht es uns aber immer schwerer. Wir brauchen dringend eine spürbare Entlastung für diejenigen, die tagtäglich die Menschen von A nach B befördern.“

Dominik Wagner, Vertrauensleutesprecher der Vestischen, ergänzt:

„Unsere Kolleginnen und Kollegen machen ihren Job gerne. Aber es geht nicht immer noch eine Schippe drauf. Viele gehen tagtäglich schon an ihre Grenzen und darüber hinaus. Eine wöchentlich kürzere Arbeitszeit, wie sie in anderen Bundesländern längst üblich ist, wäre nur fair.“

Patrick Steinbach, Vertrauensleutesprecher der BOGESTRA und Mitglied der ver.di-Verhandlungskommission, erklärt:

„Kein Angebot in der ersten Runde sind wir bereits gewohnt. Das Unverständnis der Arbeitgeber gegenüber der alltäglichen Belastung unserer Beschäftigten macht aber sprachlos. Die Personalnot ist überall spürbar und nimmt weiter zu. Wir erwarten, dass die Arbeitgeber sich nun ernsthaft mit unserer Forderung auseinandersetzen und nicht weiter auf Zeit spielen.“

Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen, die am 21. Januar 2026 in erster Runde ergebnislos geblieben sind.

ver.di Mittleres RuhrgebietQuelle: Jens Matheuszik
ver.di Mittleres Ruhrgebiet

Bundesweiter Kontext:
Der Warnstreik ist Teil eines bundesweiten Aktionstags im kommunalen Nahverkehr. ver.di macht dabei auf die seit Jahren angespannte Situation aufmerksam: massiver Personalmangel, hohe Arbeitsbelastung, unzuverlässige Dienstpläne und fehlende Entlastung. Bundesweit warnt die Gewerkschaft, dass ein verlässlicher Nahverkehr nur mit besseren Arbeitsbedingungen zu sichern ist – andernfalls drohen weitere Angebotsausfälle und eine nachhaltige Schwächung des ÖPNV.

Dabei werden in fünfzehn Bundesländern die örtlichen Verkehrsunternehmen bestreikt – nur nicht in Niedersachsen. Für Nordrhein-Westfalen gibt es flächendeckende Streiks im öffentlichen Personennahverkehr fast im ganzen Land, die große Ausnahme dabei ist Aachen. Die Deutsche Bahn mit dem Zugverkehr (z.B. auch die S-Bahnen) wird nicht bestreikt.

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